Abschlussarbeiten zu Sport und Kunst im Schnee

Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen präsentieren im Holzbau aktuell die künstlerischen Arbeiten, die im Rahmen des Kurses „SuKiS“ (Sport und Kunst im Schnee; DorH & HinJ) entstanden sind. Da auf Grund der Corona-Lage ein längerer Skiaufenthalt nicht möglich war, brachten wir für die Umsetzung der künstlerischen Projekte den Wintersport für mehrere Halbtage nach Dachsberg.

Die Bandbreite der dabei entstandenen Arbeiten ist außergewöhnlich und erstreckt sich von experimenteller Malerei über Street Art-Techniken bis hin zu plastischen und skulpturalen Werken.

Matthias Doppler, Max Haberfellner, Alessia Pimmingsdorfer und Hannah Stainer zeigen in ihrer Arbeit „HerBerg“ den legendären Sturz von Hermann Maier bei der Olympiaabfahrt in Nagano 1998. Der Schneehügel wurde aus Papiermache, Dispersion und Styropor angefertigt, der goldene* Skifahrer aus Salzteig und Acrylglas.
* acryllackvergoldet, wurde doch Hermann Maier wenige Tage darauf Doppelolympiasieger!

Die Fotografien von Armin Ammerstorfer, Samuel Bräuer, Jakob Enzelsberger und Simon Wieninger greifen die One-Minute-Sculptures von Erwin Wurm, einem der bedeutendsten zeitgenössischen österreichischen Künstler, auf. No students were harmed in this Video… 🙂

Der gewichtige „Tonski“ von Maximilian Sandberger, Anna Scharinger und Bettina Wahlmüller steht zum einen im krassen Gegensatz zur Leichtigkeit, die einem der perfekte Skischwung vermittelt. Zum anderen weist das Material, das durchaus an einen Gipsfuß erinnert, auch auf die gesundheitlichen Problematiken hin, die hinter dem Skisport als solchem stehen.

Anna Blätterbinder und Anna Grafe stellten sich als Aufgabe, für die Weltmeisterschaft 2025 in Saalbach ein Werbeplakat zu gestalten. Sie griffen dabei auf die Bildsprache des Tiroler Malers Alfons Walde zurück und kombinierten diese mit typografischen Elementen.

Ylvie Doll, Sandra Eder und Melissa Peer näherten sich dem Thema Sport und Schnee von einer gänzlich anderen Seite an: Inspiriert von Arbeiten des Street Art Künstlers Banksy schufen sie ein großformatiges Stencil, das sie auf eine speziell grundierte Leinwand sprayten.

Auch in der Arbeit von Simon Eisterer, Tobias Greinecker und Constantin Langanger wurde ein bedeutender zeitgenössischer Künstler, Gerhard Richter, zitiert. Entsprechend dessen völlig abstrakten Bildern, in denen er unterschiedliche Farben mit großen Plexiglasleisten übereinanderschichtet, nahmen die Schüler einen alten Ski, um damit Acrylfarbe auf einer Leinwand zu verarbeiten.

Die Skulptur „Skispitze“, ebenfalls von Tobias und Constantin, spielt in ansprechender Weise mit dem Begriff des „Schiwaxelns“. Durch Feuer erhitzte Ölkreide wurde auf den ursprünglichen Schibelag aufgetragen und damit ein fast impressionistisch anmutendes Farbenspiel erzeugt.

Wer die Arbeiten bisher noch nicht entdeckt hat, wird recht herzlich dazu eingeladen, diese in der Lounge-Ecke im Holzbau (Billardtisch) noch zu besichtigen. Im Herbst wird ein Teil der Ausstellung voraussichtlich einen neuen Platz finden.

Als Einstimmung gibt es ein Making Of von Gerold Giglleitner.