Das Erasmus+-Programm der Europäischen Union bietet uns die Möglichkeit, Fortbildungen von Lehrer*innen und Mobilitäten von Schüler*innen ins EU-Ausland zu fördern. In unserem ersten Jahr al
s akkreditierte Institution haben schon einige Aktivitäten stattgefunden, die wir hier zusammenfassen wollen:
EINZELMOBILITÄTEN UNSERER LEHRER*INNEN
Amiens/Frankreich, Fleming Luis: „Ich habe eine Fortbildung im Sommer 2024 in Amiens gemacht, wodurch ich meine Französischkenntnisse auf Niveau B2 bringen konnte. Am Ende der Fortbildung habe ich eine Prüfung in ähnlichem Format absolviert, wie die, die unsere Schüler*innen im Rahmen des GEWI-Zweigs ablegen müssen. Während meines Aufenthaltes habe ich mich auf diese vorbereitet, wertvolle Tipps bekommen und Methoden gelernt, wie ich unsere Schüler*innen, insbesondere die Kandidat*innen der Niveaus B1/B2, beim Lernen unterstützen kann. Des Weiteren habe ich viel über die Kultur und Traditionen der Region Hauts-de-France gelernt und ganz viel Französisch ‚au quotidien‘ gesprochen.
Reisen ist die praktischste Form des Lernens, die ich kenne, daher empfehle ich wirklich sowohl unseren Schüler*innen als auch unseren Lehrer*innen die Gelegenheit, die Erasmus+ bietet, zu nutzen, unser schönes Europa zu erkunden und besser kennenzulernen.“
Dublin/Irland, Grüneis Christian: „Im Jänner diesen Jahres durfte ich eine Woche in einer Schule in Dublin verbringen. Dabei bekam ich einen tollen Einblick in das irische Sekundarstufensystem, durfte vielen Musik- und Mathematikstunden beiwohnen und auch selbst mit dem Chor Lieder einstudieren. Besonders spannend war es natürlich, unterschiedliche Lehrinhalte und Vermittlungsmethoden zu beobachten und mit den dortigen Lehrer*innen über Vor- und Nachteile verschiedener Schulsysteme zu diskutieren. Alles in allem ein sehr bereichernder Aufenthalt.
Durch den kulturellen Austausch unserer beiden Schulen ist dieses Erasmus-Erlebnis sicherlich wieder ein kleiner Baustein, Europa näher zusammenrücken zu lassen. Es fördert den europäischen Austausch und lässt auf eine weiterführende Zusammenarbeit hoffen.“
Athen/Griechenland, Kaufmann Julia: „Ich nehme an der Erasmus+ Fortbildung „Demokratie – JETZT“ in Athen teil, die vom 16.-20. Juni 2025 stattfindet. Ziel der Fortbildung ist es, Demokratie hautnah zu erleben und innovative Methoden zur Demokratiebildung direkt an den historischen Ursprungsorten wie der Pnyx, der Agora und dem griechischen Parlament zu erproben. Ich erwarte mir durch die Teilnahme an der Fortbildung einen Methodenkoffer mit erprobten Ansätzen, den ich direkt im Unterricht einsetzen kann, und neue Perspektiven auf demokratische Bildung, insbesondere zur Förderung von Kritikfähigkeit, Partizipation und politischem Denken bei Schüler*innen.“
Málaga/Spanien, Schagerl Doris: „Von 1.-4.6.2025 besuche ich im Rahmen eines Jobshadowings die „Escuela Ave María“ in Málaga, um den Schulstandort kennenzulernen und erste Kontakte mit den Lehrer*innen und Schüler*innen vor Ort knüpfen. Wir planen eine Schul-Partnerschaft, die eine Kooperation vor allem in GEWI-7 ermöglichen soll.“
Montpellier/Frankreich, Miedl Sarah: „Ich werde von 21.-25. Juli 2025 einen Sprachkurs in Montpellier, Frankreich belegen: Dort möchte ich mein Französisch verbessern und Frankreich erkunden – damit mein Unterricht noch lebendiger wird.“
GRUPPENMOBILITÄTEN SCHÜLER*INNEN
Incoming Mobility: Besuch aus Thann/Frankreich (MieS)
In diesem Schuljahr beginnt eine neue Erasmuspartnerschaft mit einem französischen Gymnasium in Thann bei Straßburg. Von 29.3.-3.4.2025 besuchten uns zwei Lehrerinnen mit ihrer Deutschklasse, um ein paar Tage in Dachsberg und dann in Wien zu verbringen. In dieser Woche fanden einige gemeinsame Stunden statt und das Highlight war sicherlich die bilinguale Stadtführung durch Linz. Nächstes Jahr kommen wir nach Frankreich, verbringen ebenso ein paar Tage in den Gastfamilien und in Straßburg. Wir freuen uns schon!

Incoming & Outgoing Mobility: Schüler*innen-Austausch mit Annecy/Frankreich (KosA)
Au revoir, Annecy – Bienvenue à Dachsberg!
Im Rahmen eines Schüler*innenaustauschs besuchten 25 motivierte Französischlernende der 5. Klasse des GEWI-Zweiges sowie einige interessierte Schüler*innen der 4. Klassen vom 5. bis zum 12. April 2025 die französische Stadt Annecy. Während ihres Aufenthalts lernten sie nicht nur die Altstadt und ihre Umgebung kennen, sondern erhielten durch die Unterbringung in Gastfamilien auch einen authentischen Eindruck vom französischen Alltagsleben. Diese Erfahrungen halfen ihnen, ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen und die französische Kultur besser verstehen zu lernen.
An drei Tagen der Woche nahmen unsere Schüler*innen am Unterricht des Collège St. Michel teil. Dabei ergaben sich viele Gelegenheiten zum Austausch mit den französischen Jugendlichen und zum Kennenlernen des dortigen Schulalltags. Zwei Tage des Aufenthalts standen ganz im Zeichen gemeinsamer Ausflüge: Am ersten Tag ging es nach Duingt, wo die Gruppe am wunderschönen Lac d’Annecy wandern konnte. Im Anschluss wurde der Nachmittag gemeinsam in der Stadt verbracht. Der zweite Ausflug führte nach Yvoire am Lac Léman (Genfer See) und anschließend weiter nach Genève (Genf), wo eine spannende Stadtführung durch die Altstadt auf dem Programm stand. Die Reise, deren krönender Abschluss eine Schnitzeljagd mit den Gastschüler*innen am Freitag darstellte, wurde durch eine Co-Finanzierung von Erasmus+ ermöglicht.
Nur wenige Wochen später, vom 10. bis zum 17. Mai, durften wir schließlich unsere französischen Austauschpartner*innen in Dachsberg willkommen heißen. Auch dieser Gegenbesuch stand ganz im Zeichen des interkulturellen Lernens. An drei Tagen – Montag, Mittwoch und Freitag – nahmen die französischen Schüler*innen gemeinsam mit ihren österreichischen Correspondant(e)s am Unterricht teil. Im Rahmen verschiedener schulischer Aktivitäten boten sich genug Gelegenheiten, einander noch besser kennenzulernen, sprachliche Hemmungen abzubauen und kulturelle Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zu entdecken. Der Dienstag führte die gesamte französische Gruppe nach Salzburg, während es am Donnerstag für sie nach Wien ging, was einen weiteren Höhepunkt des Aufenthalts darstellte. Dort konnten unsere französischen Gäste vielfältige Eindrücke von der österreichischen Hauptstadt sammeln.
Insgesamt war der Austausch für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung und hat dazu beigetragen, das Verständnis zwischen den Jugendlichen beider Länder zu stärken. Ein großes Merci an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben, ganz besonders an Miedl Sarah!

Die Erasmus+-Koordination Dachsberg bedankt sich bei allen Teilnehmenden für die Bereitschaft, sich auf neue Menschen und Themen einzulassen, und bei den Lehrerinnen für die zeitintensive und aufwändige Organisation der Austauschprojekte!
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