Romreise 2025 – Wenn Engel reisen … – nächster Versuch

Heuer bewahrheitete sich im Gegensatz zum Vorjahr das bekannte Sprichwort, als am Mittwochabend in der ersten Schulwoche die Klassen 8A, 8B und ein paar Schüler*innen der 8N-Klassen bei herbstlichem Regenwetter die Busreise nach Rom antraten. Nach der wie immer etwas anstrengenden Nachtfahrt landeten wir donnerstags am Vormittag bei unserer Ankunft wieder im Hochsommer, der uns den ganzen Aufenthalt mit Temperaturen um 30 Grad erhalten blieb.

Durch diese Tatsache äußerst positiv motiviert nahmen wir unverzüglich unser Besichtigungsprogramm in Angriff und schon bald konnten wir, nachdem wir die Warteschlange und 551 Stufen souverän gemeistert hatten, von der Laterne der Kuppel des Petersdoms aus einen Überblick über die ewige Stadt gewinnen. Schlaumeier bemerkten dabei sofort, dass ihnen die kommenden Tage einiges an sportlicher Kondition abverlangen würde, aber aufgrund des herrlichen Tages ließ man sich dadurch die Stimmung nicht trüben. Auch den Petersdom konnten wir heuer besichtigen und nach einer Mittagspause, Check-In im Hotel und Ruhezeit schnupperten wir durch den Besuch der Spanischen Treppe und des Trevi-Brunnens römische Lebensart und ließen den Tag im gemütlichen Viertel Trastevere ausklingen.

Freitag und Samstag bestritten wir ein dichtes Programm, das uns viele wichtige Sehenswürdigkeiten erschloss: die Villa/Galeria Borghese, die Vatikanischen Museen, den Circus Maximus (hier erhielten wir durch die AR-Brillen einen guten Eindruck über das Treiben dort in der Antike), dann natürlich das Kolosseum, den Palatin, das Forum Romanum und das Kapitol, die Piazza Venezia und das Vittoriano, die Kaiserforen, die elegante Piazza Navona mit ihren schönen Brunnen, das Marcellus-Theater und das Pantheon, dessen beeindruckende Kuppel als „Mutter aller Kuppeln“ gilt. Kenner von Städtereisen können erahnen, welche Kondition uns dabei abverlangt wurde und so manch eine/r wünschte sich am Abend eine Fussmassage, ein Wunsch, der leider unerfüllt bleiben musste. Jedenfalls brauchte unser Cross-City-Walk den Vergleich mit dem Cross-Country-Lauf nicht zu scheuen und nicht nur die Schüler*innen liefen diesbezüglich zur Höchstform auf, sondern auch die Lehrerinnen und selbst der schon etwas betagte Herr in der Führungscrew versuchte, sein Bestes zu geben. Besonders Frau Professor Keplinger-Kail schaffte es mit ihrer Begeisterung und ihrem Enthusiasmus uns immer wieder aufs Neue zu motivieren. Kunstwerke und Sehenswürdigkeiten – von ihr erklärt – prägen sich wirklich ein! Außerdem scheint sie Rom wie ihre Westentasche zu kennen, was uns insgesamt mehrmals zugutekam. Außerdem konnten wir uns konditionell alle an Frau Professor Götzenberger als Vorbild orientieren, die außerdem, immer gute Laune ausstrahlend, die Rolle des Mentalcoach und der medizinischen Fachkraft übernahm, wenn sie Cremen und Pflaster zur Verfügung stellte und mit Dürstenden ihr Wasser teilte, um sie vor dem Kollaps zu bewahren.

Ein besonderes Highlight erlebten wir am Samstag (für den älteren Herrn der anstrengendste Tag). Nachdem wir unter der zielstrebigen Führung von Frau Professor Keplinger-Kail eine im wahrsten Sinn des Wortes atemberaubende Menschenmasse durchdrungen hatten, genossen wir am Abend bei freiem Eintritt gemütlich sitzend ein beeindruckendes Konzert auf dem Petersplatz mit dem großartigen Chor Voices of Fire und Künstlern und Künstlerinnen wie Pharrell Williams, Andrea Bocelli, John Legend, Jennifer Hudson und einigen anderen. Das hatten wir Engel uns nach diesem Tag auch wirklich verdient!
Den Sonntag als unseren letzten Tag gingen wir etwas gemütlicher an. Bei der Besichtigung der Domitilla-Katakomben zog uns ein fachlich sehr kompetenter, aber gleichzeitig auch humorvoller Führer in seinen Bann, danach führte uns unser Weg noch zu San Giovanni in Laterano, der „Mutter aller Kirchen“, zur Scala Santa und zu Santa Maria Maggiore, wo wir nebst der Besichtigung auch das Grab von Papst Franziskus besuchten. Nach einer Freizeit auf der Piazza del Popolo und dem Corso, wo sich wider Erwarten gar niemand als Shopping Queen entpuppte, hieß es dann Abschied nehmen und nach einer wieder etwas mühsamen Nachtfahrt erreichten wir Montag gegen Mittag unseren Heimathafen Dachsberg.

Abschließend sei noch erwähnt, dass sich das Reisebüro für unsere ordentlichen, verlässlichen und angenehmen Schüler*innen bedankte, ein Eindruck, den wir Lehrer*innen nur bestätigen können.
Danke an alle Mitreisenden!

Video: Prof. Beate Götzenberger